Drei Tage Südböhmen – Elli, ich und eine Armee von Wespen
Manchmal braucht man gar keinen langen Urlaub. Drei Tage mit Elli in Südböhmen haben völlig gereicht, um den Kopf freizubekommen, jede Menge zu erleben und den Alltag für eine Weile zu vergessen.
Tag 1
Unser Kurztrip begann genau so, wie ein Sommerurlaub beginnen sollte, mit einem Sprung in den Lipno Stausee. Nach der Anreise war die Abkühlung mehr als verdient. Danach wurde erst einmal eingekauft, schließlich lebt es sich mit vollem Kühlschrank deutlich entspannter. Anschließend bezogen wir unsere Unterkunft in Loučovice.
Am Abend wollten wir gemütlich essen. Wollten. Denn offenbar hatten wir versehentlich einen Tisch im Wespenrestaurant reserviert. Kaum stand das Essen auf dem Tisch, waren sie da. Hartnäckig, aufdringlich und offenbar mit großem Appetit. Trotzdem ließen wir uns den Abend nicht verderben. Wir spazierten noch durch Loučovice, machten Fotos und ließen die Drohne über die Moldau fliegen. Die Abendstimmung war einfach traumhaft.

Tag 2
Am zweiten Tag stand Vyšší Brod auf dem Programm. Das beeindruckende Zisterzienserkloster und die kleine Altstadt waren trotz der sommerlichen Hitze absolut sehenswert. Anschließend fuhren wir ganz entspannt die Moldau entlang. Immer wieder hielten wir an, weil hinter der nächsten Kurve schon wieder ein schönes Fotomotiv auf uns wartete. Besonders schön war es, den vielen Kanufahrern und Schlauchbooten zuzusehen, die gemütlich den Fluss hinunterpaddelten. Irgendwie wirkte dort alles ein bisschen entschleunigt.
Natürlich durfte auch an diesem Tag die Abkühlung im Lipno Stausee nicht fehlen. Danach wurde eingekauft, in der Unterkunft kurz die Füße hochgelegt und anschließend gemeinsam Pasta gekocht. Frisch gestärkt ging es am Abend noch zur Teufelswand. Die Aussicht war fantastisch und unsere alten Bekannten, die Wespen, hatten uns offenbar vermisst. Sie begrüßten uns sofort wieder. Zum Glück war die Aussicht stärker als ihr Nervpotenzial.
Tag 3 (letzter Tag)
Am dritten Tag klingelte der Wecker ungewohnt früh. Nach dem Frühstück checkten wir aus und machten uns auf den Weg nach Vyšší Brod. Von dort wanderten wir hinauf zur Kapelle Maria Rast. 23 Grad hören sich nach perfektem Wanderwetter an. Unser Schweiß sah das allerdings etwas anders. Der Aufstieg hatte es in sich. Oben angekommen war jedoch sofort klar, jeder Tropfen hatte sich gelohnt. Mitten im Wald auf einer kleinen Lichtung liegt diese wunderschöne Kapelle. Ruhig, friedlich und irgendwie magisch. Ein Ort, an dem man automatisch leiser wird.
Bevor wir endgültig nach Hause fuhren, legten wir noch einen letzten Badestopp in Frymburk ein. Für uns war das der schönste Strand des ganzen Kurztrips. Noch einmal ins Wasser, noch einmal Sonne genießen und einfach den Moment festhalten.
Mit vielen Fotos auf der Speicherkarte, unzähligen schönen Erinnerungen, müden Beinen, etwas Sonnenbräune und der Gewissheit, dass Wespen uns offenbar ziemlich sympathisch finden, traten wir schließlich die Heimreise an.
Fazit
Drei Tage, zwei Freundinnen, unzählige schöne Eindrücke, jede Menge Wasser, Natur und ganz viel Gelächter. Genau so fühlt sich ein gelungener Kurzurlaub an.

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